Fazit zum Sommer 2026: Österreich empfindet mehr Hitze und diskutiert über die Länge der Sommerferien

Neun von zehn Österreicher:innen empfanden den Sommer 2026 als heißer als in den vergangenen fünf Jahren. Gleichzeitig hält mehr als die Hälfte der Befragten die Sommerferien für zu lang. Die aktuelle Insights Austria-Studie von TQS Research & Consulting, powered by horizoom, liefert Einblicke in die Wahrnehmung des vergangenen Sommers und die Einstellungen zur Gestaltung der schulfreien Zeit.

Sommer 2026: Hohe Temperaturen prägen die Wahrnehmung

Der Sommer 2026 ist vorbei, doch die Erinnerung an die hohen Temperaturen bleibt. Wie die aktuelle Insights Austria-Studie zeigt, empfanden 90 % der befragten Österreicher:innen den vergangenen Sommer als heißer als die Sommer der letzten fünf Jahre.

Das Ergebnis verdeutlicht, wie stark die Wahrnehmung zunehmender Hitze in der österreichischen Bevölkerung ausgeprägt ist. Dabei ist zwischen subjektiver Wahrnehmung und meteorologischen Messdaten zu unterscheiden. Die Befragung erfasst, wie die Menschen die Temperaturen im Vergleich zu den Vorjahren erlebt haben, und liefert damit eine wichtige Ergänzung zu objektiven Klimadaten. Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema Hitze einen hohen Stellenwert im persönlichen Erleben des Sommers einnimmt. 23 % der Österreicher:innen planen daher bis zum nächsten Sommer zusätzlichen Hitzeschutz v.a. in Form von Klimaanlagen anzuschaffen.

Sommerferien: Mehrheit empfindet die Ferienzeit als zu lang

Neben den hohen Temperaturen stand auch die Gestaltung der Sommerferien im Mittelpunkt der Befragung. Die Ergebnisse zeigen, dass die derzeitige Länge der Sommerferien keineswegs uneingeschränkt auf Zustimmung stößt: 52 % der Befragten halten die Sommerferien für eher oder viel zu lang. Damit spricht sich zwar nicht automatisch eine Mehrheit für eine konkrete Reform aus, das Ergebnis macht jedoch deutlich, dass die bestehende Ferienregelung durchaus hinterfragt wird. Die Diskussion über die Länge der Sommerferien berührt unterschiedliche Lebensbereiche – von der Erholung der Schüler:innen über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis hin zur Organisation des Schuljahres.

Kürzere Sommerferien und mehr freie Tage während des Schuljahres?

Eine mögliche Alternative besteht darin, die Sommerferien zu verkürzen und die dadurch gewonnenen freien Tage auf das restliche Schuljahr zu verteilen. Für ein solches Modell zeigt sich in der Befragung eine beträchtliche Offenheit: 49 % der Österreicher:innen könnten sich eine entsprechende Neugestaltung vorstellen.

Damit steht fast die Hälfte der Befragten einer anderen Verteilung der schulfreien Zeit grundsätzlich offen gegenüber. Allerdings lässt sich daraus keine eindeutige Zustimmung zu einem bestimmten Reformmodell ableiten. Die Ergebnisse zeigen vielmehr, dass eine alternative Feriengestaltung für einen relevanten Teil der Bevölkerung vorstellbar ist. Ob und wie eine solche Veränderung umgesetzt werden könnte, hängt von zahlreichen weiteren Faktoren ab. Dazu zählen insbesondere pädagogische Überlegungen, familiäre Bedürfnisse und organisatorische Rahmenbedingungen.

Gesellschaftliche Entwicklungen mit Marktforschung sichtbar machen

Die Ergebnisse der aktuellen Insights Austria-Studie greifen zwei Themen auf, die auf den ersten Blick unterschiedlich erscheinen, jedoch beide den Alltag vieler Menschen betreffen. Während das ausgeprägte Hitzeempfinden verdeutlicht, wie die vergangenen Sommer wahrgenommen werden, zeigt die Diskussion über die Sommerferien, dass auch etablierte gesellschaftliche Strukturen immer wieder neu bewertet werden.

Empirische Marktforschung kann dazu beitragen, diese Entwicklungen sichtbar zu machen und öffentliche Diskussionen mit belastbaren Daten zu unterstützen.

Mit der Studienreihe Insights Austria untersucht TQS Research & Consulting regelmäßig aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen und Einstellungen der österreichischen Bevölkerung. Gemeinsam mit dem Studienpartner horizoom entstehen so fundierte Einblicke in Themen, die Österreich bewegen.

Über die Studie

Die Ergebnisse stammen aus der aktuellen Insights Austria-Befragung von TQS Research & Consulting, powered by horizoom. Für die Studie wurden 1.000 Personen in Österreich im Alter von 16 bis 65 Jahren online befragt. Die Stichprobe wurde nach Alter, Geschlecht, Bundesland und Bildung repräsentativ quotiert.